Interventionelle Radiologie

Transarterielle Chemoperfusion (TACP)

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Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt
In­sti­tut für Dia­gnos­ti­sche und In­ter­ven­tio­nel­le Ra­dio­lo­gie
In­ter­ven­ti­ons­am­bu­lanz
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Karin Neddermann

069 6301-4736

069 6301-7258

karin.neddermann@kug.de

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Thomas Vogl

069 6301-7277

069 6301-7288

t.vogl@em.uni-frankfurt.de

Sehr geehrte Leser, liebe Patienten und Patientinnen,

auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über die Möglichkeit einer Transarterielle Chemoperfusion (TACP) informieren.

 

Das Therapieverfahren der TACP basiert auf der selektiv regionalen Applikation einer chemotherapeutischen Substanz. Daher stellen die Zytostatikakonzentration innerhalb eines Tumors die entscheidenden Parameter dar, die das Ausmaß der Tumorzerstörung definieren.

Ablauf der Behandlung

Der Patienten wird vor jedem Eingriff über mögliche Risiken und Nebenwirkungen der arteriellen Intervention und der Zytostatikaapplikationen aufgeklärt. Um Akutbeschwerden in Form von Oberbauchschmerzen oder Übelkeit während der TACP zu reduzieren, wird dem Patienten über einen intravenösen Zugang ein Opioid und gegebenenfalls auch Glukokortikoide verabreicht.
Nach Lokalanästhesie erfolgte die Punktion der A. femoralis in Seldinger-Technik. Zur Anwendung kommt in der Regel eine sehr kleine 4-F-Schleuse Die Katheterisierung erfolgte hauptsächlich mit
Pigtail-, Renegade- , Cobra-, Sidewinder- und Headhunter-Kathetern.
Nach einer orientierenden Oberbauchangiografie wird der Katheter selektiv im Truncus coeliacus platziert, wodurch die Chemoperfusion eines möglichst großen Teils des Tumorgewebes sichergestellt wird. In unserer Abteilung verwenden wir zur superselektiven Sondierung
der tumorversorgenden Gefäße einem koaxialen Tracker-Katheter.
Anschließend wird über eine Stunde mittels einer Perfusor-Pumpe die Chemotherapeutika Mitomycin C und Gemcitabine in einer Dosierungen von 8,5mg/m2 bzw. 1000mg/m2
KOF verabreicht. Nach Abschluß der transarteriellen Chemoperfusion wird Katheter und
Schleuse entfernt und die Patienten mit einem Druckverband für 6 Stunden versorgt und überwacht.
Die komplette TACP-Behandlung beinhaltet die angiographisch gesteuerte Chemoperfusion sowie eine MRT-Nachkontrolle am gleichen Tag und eine CT-Nachkontrolle ohne Kontrastmittelgabe 24 bis 48 Stunden nach dem Eingriff.
Typischerweise wird die TACP 2-3 mal im Abstand von jeweils vier Wochen durchgeführt.

Therapieerfolg
MRT vor TACP

56-jähriger Patient mit diffus infiltrierendem Pankreaskarzinom im Bereich der Leberpforte. In der Leber zeigten sich in den T2-Sequenzen drei kleinnodulre Metastasen (nicht dargestellt; im Verlauf „complete response“). Ausgangsbefund, MRT T1 nativ.

 
MRT nach der TACP

Derselbe Befund nach siebenmaliger TACP. Der vormalig tumorös veränderte Bereich kommt homogenisiert zur Darstellung. Bildmorphologisch ist kein Tumor mehr nachweisbar.

 
MRT nach 9 Monate der TACP

9-Monate nach der TACP zeichnet sich kein Tumor mehr. Hier bestätigt sich die „complete response“

 

Kontakt

Vereinbaren Sie Ihren Untersuchungstermin von Montag bis Freitag in der Zeit von 07:30 bis 17:00 Uhr.

Sekretariat Prof. Thomas J. Vogl

 069 6301-7277

Zentral-​Radiologie

 069 6301-87202

Gynäkologische Radiologie

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Kinderradiologie

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Orthopädische Radiologie

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