Computertomographie

Virtuelle CT-Endoskopie

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CT-Team

Verantwortliche OÄ

Prof. Dr. med. K. Eichler

069 6301-​87288

katrin.eichler@kgu.de

Teamleitung

Marina Drieske

martina.drieske@kgu.de

Die virtuelle Endoskopie ist eine neuentwickelte Nachverarbeitungstechnik für Schnittbilder. Im Gegensatz zur konventionellen 3D-Rekonstruktionen vermitteln diese Bilder eine Perspektive, die bei starker Vergrößerung den Eindruck einer echten endoskopischen Aufnahme vermittelt.

Es gibt zwei grundlegende Methoden, mit denen sich eine künstliche Oberfläche erzielen läßt: die Oberflächenrekonstruktion (surface rendering), bei der ein Kantenmodell aus kleinen Dreiecken rekonstruiert wird oder die Volumenrekonstruktion (volume rendering). In beiden Fällen ist es möglich den Betrachtungswinkel, die Lichtquelle, die Tiefenkodierung, Schattierungseffekte und Oberflächeneigenschaften der rekonstruierten Bilder zu verändern. Der Vorteil der Oberflächenrekonstruktion besteht in der deutlichen Verringerung der benötigten Datenmenge. Die Oberfläche wird mittels Schwellenwertermittlung bestimmt. Die volumenrekonstruierte Bilder bieten eine höhere räumliche Auflösung, was dieses Verfahren zur bevorzugten Technik für die virtuelle Endoskopie macht.

 

Was muss ich mitbringen?

Für die Durchführung einer CT-Untersuchung sollten Sie aktuelle Laborwerte mitbringen, die Angaben über Ihre Nierenfunktion geben:

  • Kreatininwert
  • Glomeruläre Filtrationsrate (GFR)

Diese Werte sollten nicht älter als 14 Tage sein.

 

Klinische Anwendungen:

Nase und Nasennebenhöhlen

Die funktionelle endoskopische Sinuschirurgie hat sich weltweit zu einem Standardverfahren bei Sinusoperationen entwickelt. Die präoperative, koronale CT-Untersuchung der Nasennebenhöhlen ist heute als Standardmethode anerkannt. Ungeachtet dessen braucht der Chirurg eine optimale Kombination um sich die Operationsstelle vorzustellen. Die aus der Spiral-CT-Daten erzeugte virtuelle Rekonstruktion nimmt ihm diese Arbeit ab. Die Chirurgen geben zu daß eine hohe Vergleichbarkeit zwischen VE und dem intraoperativen Eindruck besteht. Aus abgelaufenen Studien läßt sich schließen, daß die VE der Nase und der Nasennebenhöhlen eher eine präoperative als eine diagnostische Unterstützung für den Chirurgen darstellt.

 

Patient mit posteriorer Rhinorrhoe. Leichte polypöse Schwellung der linken unteren Nasenhöhle.

 

 

Tracheobronchialsystem

Bei Tracheobronchialsystem-Aufnahmen ensteht der Kontrast durch Luft gegenüber Weichteilgewebe, was den bestmöglichen Kontrast in der Computertomographie darstellt. Nach Durchführung von mehreren Studien, ist die beteudende Rolle der virtuellen Bronchoskopie bei der nichtinvasiven Beurteilung des Tracheobronchialsystems weiter angestiegen, wenn die Suche nach Tumoren die Hauptindikation darstellt. Es wird erwartet, daß mit Einführung eines Mehrschicht-CT-Scanners die klinische Akzeptanz der virtuellen Bronchoskopie steigt, da es dann ch sein wird, die virtuellen endoskopischen Bilder ausgehend von praktisch jeder routinenmäßigen Thorax-CT-Untersuchung zu berechnen, ohne daß ein zusätzlicher CT-Scan mit einem modifizierten Untersuchungsprotokoll durcggeführt werden muß.

 

Normale Anatomie der Luftröhrengabelung.

 

Blick in einem subsegmentalen Bronchus (regelrechtes Erscheinungsbild).

 

Kolon und Rektum

Kolorektaler Krebs stellt die zweithäufigste Todesursache in den meisten Industrieländer dar. In den USA traten 1998 schätzungsweise 131600 Neuerkrankungen auf. Man geht davon aus, daß Früdiagnose und präventive Entfernung prämaligner Polypen die wahrscheinlichsten Ursachen für einen kontinuierlichen Rückgang sowohl der Inzidenz als auch derMortalität seit 1985 sind. Es ist unumstritten, daß in der überwiegenden Mehrheit der Fälle kolorektaler Krebs aus adenomatösen Polypen entsteht. Angesichts der Tatsache, daß sich bei etwa 1% der Polypen mit einer Größe von weniger als 1 cm - im Vergleich zu 10% der größeren Polypen - maligne Veränderungen nachweisen lassen, kann der frühzeitige Nachweis kolorektaler Polypen als eines der wichtigsten Ziele in der Gesundheitsversorgung betrachtet werden.
Die virtuelle Endoskopie des Dickdarms ist bereits Gegenstand mehrerer Studien. Ein vernüftiges Untersuchungsprotokoll erlaubt einen zuverlässigen Nachweis von Polypen mit einer Größe, die nicht unterhalb der primären Schichtdicke liegt. Die optimale Aufblähung des Kolons durch rektale Insufflation von Luft oder Kohlendioxid nach Darmreinigung ist eine Voraussetzung für die virtuelle Kolonoskopie. In einer ersten Bewertung der Sensitivität und Spezifität der virtuellen Endoskopie stellten Hara et al. Eine Sensitivität von 75% und eine Spezifität von 90% von Polypen mit einer Größe von 10 mm oder mehr sowie eine Sensitivität von 66% und eine Spezifität von 63% für 5 bis 10 mm große Polypen. Dachman et al. beschrieben eine Sensitivität von 83% für simulierte Polypen von 8 mm Größe.
Ein Screening-Verfahren wird als Untersuchung von Personen mit erhöhtem Risiko vor Entwicklung von Symptomen definiert. Trotz der vielversprechenden Ergebnisse, die in der Literatur für die virtuelle Koloskopie als Screening-Verfahren bei kolorektalen Krebs beschrieben werden, muß die Zuverlässigkeit der Methode noch weiter untersucht werden. Von Interesse ist weiterhin, ob die beschriebenen Nachweisraten für Polypen bei einer Population mit einer niedrigen Polypenprävalenz, wie im Rahmen von ScreningUntersuchungen zu erwarten ist, reproduziert werden können

Polyp von 8 mm im Colon descendens. Der Polyp wurde endoskopisch entfernt. Die Histologie zeigte eine maligne Entartung.

 

Die VE erlaubt die zusätzliche Darstellung der makroskopischen Tumorform.

 

Axiales Bild. Polypoider Tumor von 2 cm Größe ohne Nachweis eines transmuralen Wachstums (Histologisch: Tumorstadium pT2N0)

 

Kontakt

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Sekretariat Prof. Thomas J. Vogl

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Zentral-​Radiologie

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