Interventionelle Radiologie

Myomembolisation

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Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt
In­sti­tut für Dia­gnos­ti­sche und In­ter­ven­tio­nel­le Ra­dio­lo­gie
In­ter­ven­ti­ons­am­bu­lanz
Haus 23C Un­ter­ge­schoss
Theo­dor-Sternn-Kai 7
60590 Frank­furt am Main

Karin Neddermann

069 6301-4736

069 6301-7258

karin.neddermann@kug.de

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Thomas Vogl

069 6301-7277

069 6301-7288

t.vogl@em.uni-frankfurt.de

Sehr geehrte Patientin,

auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über, dass an unserem Institut angebotenen, minimal-invasiven Therapieverfahren der Myomembolisation informieren. Mit diesem Verfahren wird die Blutversorgung der Myome durch Einspritzen von kleinsten Teilchen unterbrochen. Als Folge der unterbrochenen Durchblutung veröden die Myomknoten. Der große Vorteil ist, dass dabei die Gebärmutter vollständig erhalten bleibt.

 

Was sind Myome?

Myome sind gutartige Geschwülste, die sich in der Muskelwand der Gebärmutter bilden. Sie sind die häufigsten weiblichen Unterleibsgeschwülste. Die Häufigkeit liegt bei 35 - 50% aller Frauen im Alter von 35 - 50 Jahren. Die genauen Umstände, die zur Entstehung und dem Wachstum von Myomen beitragen, sind nicht alle bekannt.

Folgende Faktoren wirken begünstigend:

  • Familiäre Vorbelastung
  • Adipositas
  • Kinderlosigkeit

Es gibt drei Arten von Myome je nach ihrer Lage haben Sie verschiedene Bezeichnungen:
Intramural - innerhalb der Muskelschicht, führen zumeist zu verstärkten Regelblutungen;
Submukös - unterhalb der Gebärmutterschleimhaut;
Subserös - außerhalb der Gebärmutterwand, können ohne Behandlung sehr groß werden;

 

Ablauf der Behandlung

Die Behandlung wird komplett ambulant durch. Am Vortag vor dem Eingriff müssen Sie sich in unserem Institut vorstellen. Zur Vorstellung bringen Sie bitte alle Arztberichte und einen aktuellen Laborbericht mit. Während Ihrem Aufenthalt wird noch eine Magnetresonanztomographie durchgeführt, um Lage, Zahl, Größe und Durchblutung der Myome zu beurteilen. Im Anschluss der Magnetresonanztomographie erfolgt ein ausführliches Aufklärungsgespräch über den Eingriff durch den behandelnden Radiologen.

 

Am Behandlungstag

Vor dem Eingriffs werden einige Vorbereitungen getroffen. Ihnen wird eine Verweilkanüle für einen Tropf angelegt.
Der Eingriff wird durch speziell ausgebildete Radiologen durchgeführt.

 

Ablauf der Myomembolisation
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Nach örtlicher Betäubung der Leistenregion erfolgt mit einer speziellen Nadel die Punktion der Schlagader des Beines (Femoralarterie). In die Schlagader wird dann eine "Schleuse" (ein Führungsschlauch) eingebracht. Durch die Schleuse wird dann ein Katheter (ein dünner flexibler Plastikschlauch) eingeführt. Unter angiografischer Sichtkontrolle und Kontrastmittelinjektionen wird der Katheter in die Gebärmutterarterie (Arteria uterina) und schließlich in die das Myom versorgenden Gefäße eingeführt. Von der Platzierung des Katheters spürt die Patientin nichts. Nur während der Kontrastmittelinjektionen tritt ein Wärmegefühl auf, das innerhalb weniger Sekunden wieder vergeht. Durch die Kontrastmittelgabe werden die Gefäße in der Angiographie sichtbar gemacht und dient der Auffindung der Myomgefäße.

 
uterus04.jpg

Nach der korrekten Platzierung des Katheters wird die eigentliche Embolisation durchgeführt. Unter Angiografischer Kontrolle werden die Embolisatpartikel in die Myomgefäße gespritzt, die dafür sorgen, das die Blutzufuhr und Ernährung zum Myom dauerhaft unterbunden wird. Die Partikeln die zur Embolisation benutzt werden, haben eine spezielle diesem Zweck angepasste Größe (500 bis 900 µm). Diese ist so gewählt, dass sie hauptsächlich in die Myome gelangen und nicht in das gesunde Gebärmuttergewebe.
Nach Abschluss der Myomembolisation wird der Katheter aus der Leistenarterie entfernt und der Patientin wird ein Druckverband angelegt der 4 - 6 Stunden nach dem Eingriff verbleibt. Anschließend sollte die Patientin eine 6-stündige Bettruhe einhalten. In dieser Zeit wird bei der Patientin regelmäßig Blutdruck- und Puls-Kontrollen und wen erforderlich eine Schmerzmedikation durchgeführt.


Weitere Informationen zum downloaden:
Icon Flyer (383KB)

Kontakt

Vereinbaren Sie Ihren Untersuchungstermin von Montag bis Freitag in der Zeit von 07:30 bis 17:00 Uhr.

Sekretariat Prof. Thomas J. Vogl

 069 6301-7277

Zentral-​Radiologie

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Orthopädische Radiologie

 069 6705-​211

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