Interventionelle Radiologie

Mikrowellenablation

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Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt
In­sti­tut für Dia­gnos­ti­sche und In­ter­ven­tio­nel­le Ra­dio­lo­gie
In­ter­ven­ti­ons­am­bu­lanz
Haus 23C Un­ter­ge­schoss
Theo­dor-Sternn-Kai 7
60590 Frank­furt am Main

Karin Neddermann

069 6301-4736

069 6301-7258

karin.neddermann@kug.de

Team

Prof. Dr. med. Thomas Vogl

t.vogl@em.uni-frankfurt.de

Die Mikrowellen-Tumorablation ist eine minimal-invasive Behandlungsmethode bei primären und sekundären Tumoren. Durch die Mikrowellenablation wird der Tumor durch Hitze von innen zerstört. An unserem Institut werden mit der Mikrowellenablation u. a. Tumoren in der Lunge und in der Leber bekämpft. Dabei wird eine spezielle Mikrowellensonde unter CT-Kontrolle in den Tumor eingebracht. Ein an der Sonde angeschlossener Generator erzeugt elektromagnetische Schwingungen. Die Schwingungen stimulieren die Wasserstoffmoleküle in den Tumoren. Durch die Reibung entsteht schließlich Hitze, die den Tumor von innen verkocht.

Welchen Vorteil bietet die Mikrowellenablation?

Bei Patienten die an Lungen- und Leberkrebs leiden, kann mit dieser Art der Therapie mehr funktionales Gewebe erhalten werden, als bei der chirurgischen Therapie. Dadurch verbessert sich die Lebensqualität des Patienten.

Durch­füh­rung ei­ner Mikorwellenablation

In den meisten Fällen wird von den Radiologen die schonendere perkutane Punktion bevorzugt, d.h. es wird eine Sonde durch die Haut hindurch an die Stelle vorgeschoben an der die Therapie durchgeführt werden soll. Der Vorteil liegt darin, dass bei dieser Art der Annäherung nur selten Komplikationen vorkommen und nur eine lokale Betäubung benötigt wird. Nach Injektion der lokale Betäubung, wird ein kleiner Hautschnitt von etwa 2mm gesetzt, der Patient erhält dabei ein Schlafmittel über einen venösen Zugang. Unter Computertomografie-Kontrolle wird die Sonde in die Zielregion vorgebracht und danach erfolgt dann die Mikrowellenablation; das Erhitzen des Tumors. Eine Mikrowellenablation dauert je nach Fall etwas 30 bis 60 Minuten. Nach dem Ende einer Mikrowellenablation entfernt der Radiologe die Sonde und verödet den Stichkanal. Nach einer Mikrowellenablation bleiben die Patienten rund vier bis fünf Stunden auf unserer Überwachungsstation. Bei wiederkehrenden Tumoren, den sogenannten Rezidivtumoren kann die Mikrowellenablation wiederholt werden.

Informationsvideo: "Wie eine Mikrowellenablation abläuft"

 

Informationsvideo in Englischer Sprache

 

Erfahrungsbericht von einem Patient nach einer TACE und Mikrowellenablation Therapie.

 

Wie wird der Behandlungserfolg überprüft?

Es wird eine regelmäßige Nachsorge in dreimonatigen Abständen in Form von CT- oder MRT-Untersuchungen durchgeführt um sicher zu gehen, dass das gesamte Tumorgewebe zerstört wurde. Dabei können auch eventuelle neu aufgetretene Tumoren sowie etwaige Komplikationen entdeckt werden.

Welche Komplikationen können auftreten?

Es kann je nach Art, Größe und Lokalisation des Tumors zu unterschiedlichen Komplikationen kommen.
Zu den mögliche Komplikationen gehören u. a.:

  • Nachblutungen können nach einer Ablation auftreten. Da der Radiologe die Mikrowellenablation ständig überwacht, kann er rechtzeitig eingreifen.
  • Pneumothorax: Luft dringt zwischen der Lunge und dem Pleuraspalt ein und verhindert die Ausdehnung der Lunge.
  • Es kann vorkommen, dass sich das behandelte Gewebe entzündet und sich ein Abszess bildet.
  • Fieber
  • lokale Schmerzen
Gibt es Einschränkungen bei dieser Therapieart?

Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Therapie sind von der Tumorgröße abhängig. Aufgrund technischer Einschränkungen können sehr große Tumore nicht behandelt werden. Des weiteren ist notwendig, dass die Tumore eine gewisse Größe haben, es ist nicht möglich kleinste Tumore im mikroskopischen Bereich suf­fi­zi­ent zu behandeln. Die Möglichkeit eines Rezidiv, d.h. des Wiederauftretens des Krebsleidens ist durch die Therapie nicht ausgeschlossen.

Kontakt

Vereinbaren Sie Ihren Untersuchungstermin von Montag bis Freitag in der Zeit von 07:30 bis 17:00 Uhr.

Sekretariat Prof. Thomas J. Vogl

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