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Neueste CT-Technologie für die Radiologie des Universitätsklinikums Frankfurt

09.08.2019
Neueste CT-Technologie für die Radiologie des Universitätsklinikums Frankfurt

Am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Frankfurt wurde eines der wichtigsten CT-Geräte umfassend aufgerüstet.

Als eines der ersten Zentren weltweit verfügt das Universitätsklinikum Frankfurt nun über eine 3D-Kamera an einem Computertomographiegerät (CT). Basierend auf Methoden der künstlichen Intelligenz erfasst diese Kamera die individuelle Anatomie des Patienten und stellt somit die für die Bildakquisition optimale Patientenposition während der CT-Untersuchung ein. Das ist gerade bei komplexen Intensivpatienten des Universitätsklinikums Frankfurt, die sich nicht immer durch Lagerungsmaßnahmen in der Positionierung optimieren lassen, von besonderer Relevanz. Auch alle anderen Patienten profitieren von einer niedrigeren Röntgendosis und besserer Bildqualität bei schnellerem Untersuchungsablauf.

Neues Softwarepaket erleichtert Diagnostik

Im Rahmen der Geräteerneuerung wurde ein Softwarepaket in Betrieb genommen, mit dem neueste Erkenntnisse der CT-Forschung direkt in den klinischen Alltag umgesetzt werden: Beispielsweise hilft ein Algorithmus, üblicherweise in der Bilderfassung und -aufarbeitung störende Metallartefakte zu unterdrücken. Diese treten bei etwa 20 Prozent aller untersuchten Patienten infolge von künstlichem Gelenkersatz, Schrittmachersystemen oder ähnlichem auf. In der gegenwärtigen Ausstattung ist das CT-Gerät des Universitätsklinikums Frankfurt das fortschrittlichste der aktuell verfügbaren Systeme des Herstellers. Die Aufrüstung und Anpassung wurde u.a. durch die großzügige Spende einer langjährigen Patientin des Institutsdirektors Prof. Thomas Vogl ermöglicht.

Verbesserte Methodik trägt zu Patientenwohl und -sicherheit bei

Dank der umfassenden Erneuerung erwartet das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, die funktionelle und multiparametrische CT-Bildgebung – d.h. Erkenntnisse außerhalb der reinen Bildgebung – weiter zu verbessern. Hierzu zählen z.B. Untersuchungen zur Stoffwechselaktivität bestimmter Gewebe oder auch Organe.

Weltweites Referenzzentrum

So wird beispielsweise durch die sogenannte Dual-Energy-CT ermöglicht, die Durchblutung eines Untersuchungsgebiets darzustellen oder den Stoffwechsel zu analysieren. Das ist sonst nur mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) oder mit nuklearmedizinischen Verfahren möglich. Beide Technologien sind nicht immer und nicht für alle Patienten anwendbar. In der Krebsmedizin, bei Herz-Kreislauf-Leiden oder orthopädischen Problemen können so mithilfe einer CT-Bildgebung zukünftig differenziertere Diagnosen gestellt werden.

Die Dual-Energy-CT-Technologie ermöglicht außerdem, die Kontrastmittelmenge und Röntgenstrahlung signifikant zu reduzieren. Dies ist insbesondere für nierenkranke Patienten und für Kinder entscheidend.

Die materialselektive Bildgebung ist ein weiteres wichtiges Gebiet der Dual-Energy-CT. Die zwei Röntgenröhren des Geräts können jeweils verschiedene Energien erzeugen und ermöglichen es so, unterschiedliche Materialien in der Bildgebung zu unterscheiden. Diese Technik hilft beispielsweise, Gichtkristalle zu erkennen oder Harnsteine zu charakterisieren.

Das Universitätsklinikum Frankfurt ist eines von weltweit zehn Referenzzentren für die Dual-Energy-CT.

Erneuerung optimiert auch Herzuntersuchungen

Auch für die Herz-CT-Bildgebung ist das neu aufgerüstete CT-Gerät herausragend gut geeignet. Die zwei gleichzeitig betriebenen Röntgenröhren mit je 192 Zeilen können die Herzkranzarterien in Bruchteilen einer Sekunde gestochen scharf abbilden. Die erhöhte Leistungsfähigkeit der Röntgenröhren ermöglicht auch hier, die Kontrastmitteldosis zu senken und gleichzeitig bessere Bildinformationen zu erhalten. Durch einen neuen Softwarealgorithmus kann außerdem das vielfach eingesetzte sogenannte Kalzium-Scoring mit erheblich geringerer Strahlendosis durchgeführt werden. Dabei werden die Herzgefäße mittels CT auf Verkalkungen untersucht und so das individuelle Herz-Kreislauf-Risiko abgeschätzt.

Studie zu Magnetresonanztomographie

Zusätzlich zum Hochleistungs-CT stehen am Universitätsklinikum Frankfurt auch Magnetresonanztomographen zur Verfügung, mit denen die Durchblutung des Herzmuskels direkt und strahlenfrei erfasst werden kann. In einer kürzlich im renommierten New England Journal of Medicine publizierten internationalen Studie unter der Federführung von Prof. Eike Nagel vom Universitätsklinikum Frankfurt konnte gezeigt werden, dass Therapieentscheidungen hiermit genauso gut getroffen werden können wie mit den bisher üblichen Herzkathetereingriffen

Kontakt

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