Interventionelle Radiologie

Ozon-Therapie bei Bandscheibenvorfällen

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Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Frank­furt
In­sti­tut für Dia­gnos­ti­sche und In­ter­ven­tio­nel­le Ra­dio­lo­gie
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Karin Neddermann

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karin.neddermann@kug.de

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Thomas Vogl

069 6301-7277

069 6301-7288

t.vogl@em.uni-frankfurt.de

Sehr geehrte Leser, liebe Patienten und Patientinnen,

auf den folgenden Seiten haben wir für Sie alle relevanten Informationen zur Ozon-Therapie zusammengefasst, die am unserem Institut durchgeführt wird.

Der Bandscheibenvorfall ist die bekannteste und gefürchtetste Ursache von Rückenschmerzen, wenn auch nicht die häufigste. Bei diesem Krankheitsgeschehen wird offenkundig, dass die Bandscheiben einer großen Belastung ausgesetzt sind.
Normalerweise hält ein fester Faserring (Annulus fibrosus) die Bandscheibe zwischen den Wirbelkörpern. Bei zu starker oder einseitiger Belastung kann der Faserring spröde werden, der gallertartige Kern (Nucleus pulposus) kann in den Wirbelkanal austreten. Dies wird als Bandscheibenvorfall oder eine Bandscheiben-vorwölbung bezeichnet. Diese ausgedrückte Masse kann die benachbarten Nervenwurzeln bedrängen und dabei die typischen, akut ausstrahlenden Schmerzen (Lumbo-Ischialgie) hervorrufen, welche sich bei einem Vorfall in der Lendenwirbelsäule bis in die hintere Wade ausbreiten oder den klassischen Kreuzschmerz verursachen kann. Dieser Vorfall kann schließlich zur totalen Blockade der Wirbelsäule führen (Hexenschuss), in dieser Phase rufen bereits geringste Bewegungen heftigste Schmerzen hervor. In schweren Fällen können sich durch den Druck auf die Nervenwurzeln auch Gefühlsstörungen, Kraftminderung bis hin zur Lähmung entwickeln.

Nicht immer ruft ein Bandscheibenvorfall Schmerzen hervor. In einigen Fällen kann der Patient keine oder nur leichte Schmerzen verspüren.

Bei symptomatischen Bandscheibenvorwölbungen bzw. Bandscheibenvorfällen muss individuell entschieden werden, welche Therapie für den Patienten und seine Schmerzsituation am geeignetsten ist.

Vor jeder invasiven Behandlung des Bandscheibenleidens sollen medikamentöse und physiotherapeutische Maßnahmen ausgeschöpft werden.
Bei erfolgloser medikamentöser und physikalischer Therapie sind unter anderen folgende Therapiemöglichkeiten gegeben:

1. Chemonukleolyse mit Ozon
ozon1.1.jpg

Schematische Darstellung der Punktion, Unter Durchleutungskontrolle der Punktion der Bandscheibe

2. Perkutane Diskektomie nach der Onik-Methode
3. Mikrochirurgische offene Diskektomie

Alle angegebenen Methoden stellen minimal-invasive Eingriffe dar und sind nur mit einem kurzen Krankenhausaufenthalt verbunden. Alle diese, den Spinalkanal nicht beeinträchtigenden Methoden senken das Risiko der postoperativen Narbenbildung, welche die Hauptursache für schmerzhafte Rezidive darstellen. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie mehrmals wiederholt werden können, ohne bei Erfolglosigkeit eine traditionelle Operation auszuschließen.

Wirkung des Ozons - Auswirkungen in der Bandscheibe
  • Bessere Durchblutung und Verminderung der Entzündung im erkrankten Bereich, durch Oxygenierung der Entzündungs- und Schmerz-Mediatoren.
  • Direkte Ozonwirkung auf die Bestandteile des weichen Kerns (Nucleus pulposus) der Bandscheibe durch Verminderung des Wassergehaltes und damit des Bandscheibenvolumens, welches auf die Nervenwurzel drückt.
  • Verbesserung der Mikrozirkulation und Sauerstoffzufuhr durch Verminderung des Venendrucks, da das Bandscheibenmaterial zu einer mechanischen Kompression der Blutgefäße führt.
Ablauf der Intervention
  1. Lagerung in Bauchlage auf dem Untersuchungs-tisch im CT (Computertomograph).
  2. Lokale Betäubung am Ort der Hauptpunktion.
  3. Mittels Röntgen und CT wird das zu behandelnde Bandscheibensegment dargestellt.
  4. Mit einer dünnen Nadel wird nun vom Arzt die Bandscheibe punktiert.
  5. Injektion des Ozon / Sauerstoff-Gemisches.
  6. Anschließend wird beim Rückzug der Nadel eine weitere Injektion dieser Mischung in das Knochenfenster, durch welches der Nerv durchtritt, gemeinsam mit Kortison und einem Lokalanästhetikum, durchgeführt.
Nach der Intervention

6 Stunden nach dem Eingriff dürfen Sie die Wirbelsäule bereits wieder leicht belasten (Gehen von kürzeren Strecken).

Sie sollten eine körperliche Schonung für zumindest 4 Wochen einhalten, insbesondere das Heben von Lasten über 5 kg vermeiden. Ebenso sollte in den ersten 3 Tagen Laufen oder längeres Autofahren vermieden werden. Zudem sind weitere physiotherapeutische Maßnahmen für den dauerhaften Erfolg des Eingriffes unerlässlich.

Kontakt

Vereinbaren Sie Ihren Untersuchungstermin von Montag bis Freitag in der Zeit von 07:30 bis 17:00 Uhr.

Sekretariat Prof. Thomas J. Vogl

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