Uniklink Frankfurt/Main

Gynäkologische Radiologie

Mammographie, Sonographie, Galaktographie, Mammographische Markierungen der Brust, Mammotom-Vakuum-Biopsie der Brust im Haus 14

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

dieses Schreiben soll Ihnen helfen, den zeitlichen und methodischen Ablauf der Brustdiagnostik zu verstehen und sich darauf einzustellen! Als Verfahren zur Anwendung kommen bei der Brust verschiedene Verfahren, die je nach Grund der Untersuchung und Alter der Patientin in unterschiedlicher Reihenfolge zum Einsatz kommen. Bei Patientinnen ab ca. 35 Jahren wird zumeist primär die (Röntgen)-Mammographie angewandt, sofern die letzte Mammographie länger als 1,5 bis 2 Jahre zurückliegt. Bei der Mammographie wird die Brust zwischen zwei Plexiglasflächen komprimiert und dann jeweils zwei Bilder pro Seite angefertigt. Das eine Bild zeigt die Brust in einer Projektion von oben nach unten, das andere innen nach außen. Da es sich bei der Mammographie um ein Projektionsverfahren handelt, sind zwei „Ebenen“ notwendig, um eine Zuordnung von pathologischen Befunden vornehmen zu können. Das bedeutet, der Radiologe muss eine Zuordnung vornehmen, um sagen zu können, ob ein „Herdbefund“ innen oder außen, oben oder unten in der Brust liegt. Die Kompression der Brust ist in der Hand der erfahrenen Assistentin zwar auch unangenehm, aber in der Regel nicht sehr schmerzhaft. Ohne Kompression oder mit geringer Kompression ist die Mammographie zum einen in der Aussagekraft deutlich reduziert, zum anderen die Strahlenbelastung deutlich höher. Mit anderen Worten, die Kompression ist unbedingt erforderlich, um Ihnen eine ausreichende Sicherheit bei der mammographischen Diagnostik zu gewährleisten. Im Falle des von uns verwendeten Mammographiegeräts findet darüber hinaus eine Messung der Kompression statt, um das Ausmaß der Kompression zu standardisieren. Direkt nachdem das Bild angefertigt wurde, wird die Kompression von dem Mammographiegerät automatisch freigegeben (siehe Abbildungen 1-3). Die Kompression erfolgt natürlich unter strenger Kontrolle der Assistentin. Sollten Sie nach Anfertigung der 4 Standardaufnahmen noch einmal hereingerufen werden für eine Zusatzaufnahme, dann erschrecken Sie bitte nicht! Wie bereits geschrieben, handelt es sich bei der Mammographie um ein Projektionsverfahren, so dass in einzelnen Fällen sogenannte Vergrößerungs-/Kompressionsaufnahmen nötig werden, um bei Überlagerungen Sicherheit zu schaffen. Dies bedeutet nicht, dass ein suspekter Befund gesehen wurde.

Die Qualitätskontrolle in Bezug auf das Mammographiegerät und die Entwicklung unterliegt einer Zertifizierung durch die Fa. GQ Med- eine jährliche Kontrolle sichert neben den wöchentlich oder sogar täglichen Qualitätssicherungsmaßnahmen das gleichbleibend hohe Niveau. Außerdem arbeiten die Assistentinnen (MTRA`s) auf einem sehr hohen Niveau und sind speziell für die Mammographie geschult. Die Befundung erfolgt von zwei mammographieerfahrenen Radiologen sowie, im Falle von unterschiedlichen Bildinterpretationen, zusätzlich in einer Konsensusfindung mit einem weiteren Mammographeur.

Bei Patientinnen unter 35 Jahren erfolgt zumeist erst eine klinische sowie eine Ultraschalluntersuchung. In dieser Altersgruppe ist die Strahlenbelastung aufgrund des sehr viel dichteren Drüsengewebes höher und die Aussage der Mammographie geringer. Im Falle von eindeutig gutartigen Befunden kann in Einzelfällen die Mammographie in dieser Altersgruppe weggelassen werden. Zum Ablauf der Ultraschalluntersuchung gilt es zu sagen, dass ein Gel notwendig ist, damit eine aussagekräftige Untersuchung möglich ist. Die Patientin liegt dabei entspannt auf dem Rücken mit den Armen unter dem Kopf. Die Untersuchung ist ohne Kompression der Brust und schmerzfrei. Nach der Untersuchung der Brust erfolgt die Untersuchung der Achselhöhle, für die es notwendig ist, die Arme senkrecht vom Körper wegzuhalten. Im Anschluss an die Untersuchung bekommen Sie Papier, um sich von dem Gel wieder reinigen zu können.

Zwischen der Mammographie und der Ultraschalluntersuchung oder auch vor Durchführung der Ultraschalluntersuchung kann es zu Wartezeiten kommen, da ja zum einen Ihre als auch die Filme anderer Patientinnen entwickelt werden müssen, bei anderen Patientinnen Ultraschalluntersuchungen durchzuführen sind, für die gynäkologische Abteilung incl. dem gynäkologischen OP Bilder angefertigt werden müssen und vieles anderes mehr. Wir bitten Sie um Verständnis für diese Wartezeit und bieten Ihnen an, dass Sie während dessen an dem Tastmodell, das Sie sich in der Anmeldung aushändigen lassen können, die Selbstuntersuchung zu üben.

In das Modell sind Knoten eingearbeitet wie sie in der weiblichen Brust vorkommen. Wenn Sie erst mit der Abdeckung tasten und sich anschließend ohne Abdeckung die Lokalisation der Knoten anschauen, können Sie Ihre Tastsicherheit überprüfen. Darüber hinaus können Sie in der Gynäkologischen Klinik im Haus 15 einen Kurs belegen, in dem Ihnen das Tasten mit weiteren Details vorgeführt wird („Mamma-Care“). Ein Flyer mit den entsprechenden Ansprechpartnern liegt in der Anmeldung aus. Auch für sonstige Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Ihr „Women´s health“ Team

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Alle Untersuchungsarten für die weibliche Brust und des kleinem Beckens

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Es erwartet Sie ein motiviertes und äußerst kompetentes Team