SeiteninhaltEinige Informationen über die Osteoporose
Die Osteoporose ist eine Stoffwechselkrankheit des Knochens, die durch Knochensubstanzverlust, Veränderungen der Mikroarchitektur der Knochen und in der Folge durch Verlust an Knochenfestigkeit charakterisiert ist. Diese Frakturen treten am häufigsten an den Wirbelkörpern der Brust- und Lenden-wirbelsäule auf. Von allen 50jährigen Frauen werden ca. 15,6% Wirbelkörper-, 17,5% Hüft- und 39,7% irgendeine Fraktur im Laufe des vor ihnen liegenden Lebens erleiden (life time risk). Körperliche Folgen von Wirbelfrakturen sind Größenverluste, Rundrücken ("Witwenbuckel") und eine Verringerung des Abstandes zwischen Rippenbögen und Beckenkamm. Sind diese Veränderungen einmal eingetreten, so sind sie irreversibel. Nach frischen Wirbelfrakturen haben die Patientinnen zum Teil akute quälende Beschwerden. Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit nach Wirbelkörpereinbrüchen werden immer wieder bestätigt und können ein erhebliches Ausmaß erreichen. Medikamentös wird eine gewisse Stabilisierung der übrigen Wirbelkörper versucht. Dieser Versuch muß aus biomechanischer Sicht jedoch als relativ hilflos angesehen werden. Auch bei günstigster Prognose sind nur jährliche Zuwächse im Mineralsalzgehalt von wenigen Prozentpunkten zu erwarten; dies bei Wirbelkörpern, die teilweise mehr als 30% an Kalksalzgehalt verloren haben. Dementsprechend kommt es auch nahezu regelhaft zu weiteren Frakturen an anderen Wirbelkörpern. Auch die operative Versorgung der osteoporosebedingten Wirbel-körperfrakturen ist problematisch, da Knochendichteminderung und verminderte Stabilität der anderen Wirbelkörpert häufig keine ausreichende Fixierung des Osteosynthesematerials erlaubt.
Dokument-Datum: 08.05.2006 Autor: Ahmed Koujan | Zurück zum Seitenanfang | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 18.05.2012 11:37:10
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