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Nebenwirkungen und Komplikationen der TACE

Ein Postembolisations-Syndrom (PES) mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Fieber kann gemäß unserer Erfahrung bei 10% bis zu 90% der TACE-Zyklen auftreten, hängt jedoch ab von der selektiven Technik und dem Volumen des Zytostatikums und des Embolisats. Nach eigenen Daten liegt die Frequenz eines PES bei 3–5%. Die Ätiologie des PES ist nicht vollständig geklärt; es liegt am ehesten die Kombination einer Gewebeischämie und eines inflammatorischen
Effektes der Chemoembolisation zugrunde. Die Entwicklung einer PES beeinflusst das postinterventionelle Prozedere und macht häufig eine Hospitalisierung notwendig. Die Raten der relevanten Komplikationen nach TACE reichen von 2% bis 7% je nach Technik und Erfahrung des interventionellen Teams. Die TACE wird an vielen Zentren ambulant oder stationär durchgeführt. Die Häufigkeit eines PES bei den Patienten mit Embolisation plus Chemotherapie (TACE) gleicht an Frequenz und Intensität dem Patientenkollektiv, das nur eine Embolisation erhält. Daraus ist zu folgern, dass die ischämischen Effekte bei der hepatischen Chemoembolisation im Vordergrund stehen. Die Faktoren, die die Manifestation eines PES beeinflussen können, sind die unbeabsichtigte Embolisation der Gefäße zur Gallenblase, die Tumorgröße, das embolisierte gesunde Leberareal, die Anzahl vorausgegangener TACE-Zyklen und die Dosis der Chemotherapie. Bei repetitiver TACE wird häufig eine verringerte Rate an PES beobachtet. Eine der schwerwiegendsten Komplikationen der TACE ist die Leberfunktionsstörung bis hin zum Leberausfall; in der Mehrzahl der Fälle dauert die Verschlechterung der Leberfunktion
weniger als eine Woche und ist reversibel. Chan et al. analysierten prospektiv die Risikofaktoren, die die Entwicklung eines akuten irreversiblen Leberversagens nach TACE begünstigen: Diese sind einmal eine hohe Menge an Zytostatika (u. a. Cisplatin), ein initial hohes Serumbilirubin > 2,5 mg/dl, ein reduzierter Quick-Wert und eine fortgeschrittene Leberzirrhose. Bei Beachtung dieser Werte fand sich nur bei 3% der Patienten mit TACE ein irreversibler Leberausfall. Bei dieser
Gruppe sind jedoch die Überlebensraten der Patienten im Vergleich zu den Patienten ohne irreversiblen hepatischen Ausfall deutlich reduziert.

 

Dokument-Datum: 15.06.2007   Autor: Ahmed Koujan

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