Navigationshilfe

Hauptnavigation

Seiteninhalt

Banner

Transarterielle perkutane Chemoembolisation

Zur Behandlung von Lebermetastasen stehen verschiedenen Therapieformen zur Verfügung. Hierbei stehen neben der chirurgischen Resektion, die in unserer Abteilung durchgeführte laserinduzierte Thermotherapie oder andere lokal ablative Verfahren kurativ zur Verfügung.
Neben den lokal ablativen Verfahren können bei Kontraindikationen noch verschiedene systemische medikamentöse Ansätze, die perkutane Ethanolinjektion (PEI) sowie die transarterielle Verfahren wie die TACE angewendet werden. Therapiewahl, Kombination der einzelnen Verfahren und auch Zeitpunkt des Therapiebeginns sind nicht standartisiert und sollten interdisziplinär besprochen werden.
Die Chemoembolisations-Behandlungen erfolgten früher aufgrund der starken Nebenwirkungen stationär.
Nachdem nun neue Chemotherapeutika mit sehr guter Verträglichkeit verwendet werden, können aufgrund der extrem niedrigen Rate an klinisch relevanten Komplikationen seit Anfang 1999 die Chemo-embolisations-Behandlung ambulant von uns durchgeführt werden. Wir haben bislang von den Patienten für die Durchführung der Chemoembolisation unter ambulanten Bedingen ein positives Echo erhalten.

Indikationen für die Durchführung der transarteriellen Chemoembolisation:

  • fehlende Resektabilität (chirurgisch oder durch laserindizierte Thermotherapie) der Lebermetastasen, intraoperativ oder bildmorphologisch durch CT oder MRT diagnostiziert
  • Nichtansprechen auf eine systemische Chemotherapie

Voraussetzungen zur Durchführung der transarteriellen Chemoembolisation:

  • normale Gefäßarchitektur, die eine Perfusion beider Leberlappen erlaubt
  • offene Pfortader
  • kein Aszites
  • ausreichende Leberfunktion
  • guter Allgemeinzustand des Patienten

Vorteile der transart. Chemoembolisation:

  • geringe Belastung für den Patienten
  • komplikationsarme Anwendung bei guter Lebensqualität
  • deutlich verkürzter Klinikaufenthalt
  • Reduktion der Tumorwachstumsgeschwindigkeit / Regreß des Tumors

Patientin mit Lebermetastasen eines Ovarial-CA

MRT vor Chemoembolisation

 

MDie MRT zeigt nach 2 maliger Chemoembolisation (nach 8 Wochen) eine deutliche Größenreduktion der Metastase, so daß die Patientin einem lokal ablativen Verfahren (LITT) zugeführt werden konnte.

 

Patient mit einem HCC (Hepatozelluläres Karzinom)

Auf den CT-Aufnahmen 24 Stunden nach dem Eingriff zeigt sich eine gute Einlagerung des Chemoembolisats.

 

 

Dokument-Datum: 05.09.2005   Autor: unknown

|  Zurück zum Seitenanfang | Zur Navigationshilfe

Seitenabschlussleiste


Druckversion: 18.05.2012 09:39:35
http://radiologie-uni-frankfurt.de/content/e43/e178/e2004/e891/e894/index_ger.html